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hCG 112

Soeben kam der Anruf aus der Kinderwunschklinik: Laut Blutergebnis bin ich schwanger. Meine Werte sind vollkommen in Ordnung. Und dann hagelte es auch schon wieder ein ganzes Bataillon Anweisungen: Ab heute muss ich – wegen einer Thrombophlebitis in der Vergangenheit, Heparin spritzen. Am Montag wird dann geschaut, ob ich die Spritzen vertrage und am Freitag ist voraussichtlich Ultraschall.

Für alle, die heiß auf visuelle Stimulation sind, gibt es ein paar Fotos meiner Testreihe. Der letzte Test von heute sieht im nassen Zustand schwächer aus. Getrocknet sieht man dann die Linie aber extrem stark.

Nadal Schwangerschaftstest, noch nass

Nadal Schwangerschaftstest, noch nass

Nadal Schwangerschaftstests, getrocknet

Nadal Schwangerschaftstests, getrocknet

Testreihe mit Nadal-SST von ES+6 bis ES+16 in getrocknetem Zustand.

Testreihe mit Nadal-SST von ES+6 bis ES+16 im getrockneten Zustand.

Da ich mich all die Jahre des Übens und bereits davor, als mir eine Schwangerschaft noch nicht Recht gewesen wäre, gefragt habe, wie sich denn nun anfühlt schwanger zu sein, habe ich hier mein Schwangerschaftsanzeichen-Kuriositäten-Kabinett zusammen gestellt:

  • Mensartige Bauchkrämpfe ab ES+9
  • Brustspannen kommt meist abends, Brustspannen geht, wann es lustig ist
  • Übelkeit, von der man nicht weiß, ob sie aus dem Kopf oder dem Magen kommt und die einen zu jeder Tages- und Nachtzeit überfallen kann
  • Tagsüber frieren; zur Simpsons-Zeit auf dem Sofa bekomm ich dann heiße Ohren
  • Verdauungsstörungen als wäre Prüfungszeit
  • nächtliche Nervosität mit Herzrasen
  • immer müde, nur nicht Nachts
  • Joe Cocker hat mich zum Weinen gebracht

Und all das nehme ich gerne in kauf 🙂

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Wie Sie sehen…

…sehen Sie nichts!

Das vergangene Wochenende war eine Katastrophe. Emotional betrachtet. Natürlich konnte ich es nicht lassen und habe doch so eine Art Testreihe angelegt. Da war dann auch schnell klar, dass es wieder nicht hat sollen sein. Und als ob das nicht schon alles Kacke genug wäre, bekam ich an ES+11/12 bereits meine Tage. Laut Lehrbuch, ist die Länge der zweiten Zyklushälfte noch im Rahmen. Nichts desto trotz finde ich es seltsam, unter Behandlung mit sonstwas für Hormonfirlefanz eine kürzere 2. Zyklushälfte zu haben, als für mich üblich. Meine Progesteron- und Östradiol-Werte müssten auch im akzeptablen Bereich gewesen sein, denn sonst -so wurde es vereinbart- hätte mich die Kinderwunsch-Praxis angerufen, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Allerdings….würde es mich so ganz und gar nicht wundern, wenn das -upps- vergessen wurde. So wie es -upps- vergessen wurde, uns den Behandlungsplan für die Krankenkasse mitzugeben. Diesen Monat geht es also nicht weiter. Eine Stimulation ohne Insemination macht für mich unter diesen Umständen keinen Sinn. Da stehen Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis. Der Aufwand sind das erhöhte Krebsrisiko, die Müdigkeit, die Übellaunigkeit, die Appetitlosigkeit, die immens große Hoffnung und der Sturz ins Bodenlose, wenn es wieder nichts gebracht hat. Der Nutzen ist ein Strohhalm, der zerbricht, sobald ich mich daran versuche festzuklammern.

Testreihe August

Wovon Männer träumen

Seit zwei Tagen fühle ich mich, als ob mein Körper all seine Kraft in die Produktion von Eizellen investiert…wie eine Legehenne auf Dauerlichtbetrieb. Ab Mittag bin ich hundemüde und werde vorm nächsten Frühstück auch nicht richtig wach. Und offensichtlich nicht umsonst: Tatsächlich hat die Ärztin heute im Ultraschall zwei vielversprechende Follikel gesichtet. Da sie die sprungreifen Traummaße von 1,7 cm noch nicht erreicht haben, soll ich bis Samstag weiterspritzen wie gehabt und am Sonntag mit Brevactid auslösen. Darin enthalten ist humanes Choriongonadotropin. Diesmal wurden allerdings keine chinesischen Hamster geopfert, um das Hormon zu gewinnen. Stattdessen stammt das hCG aus dem Urin schwangerer Frauen. Das nenn´ich effektive Kreislaufwirtschaft! Die Nebenwirkungen hören sich -und so soll es sein- alles andere als erquicklich an. Bis auf die Tatsache, dass Brevactid zum Anschwellen des Gliedes beim Mann führen kann. Ich glaube, ohne diese partnerschaftliche Wechselwirkung wäre der janze Uffwand völlig für umsonst 😀 Das Wochenende ist also bis in den Montag hinein ausgeplant.

Eine Insemination, auch privat bezahlt, wäre im Übrigen jetzt nicht mehr möglich. Da die Krankenkasse bereits das Stimulationshormon voll bezahlt hat, wäre das wohl Betrug. Auch wenn die Krankenkasse auf dem normalen Dienstweg davon nie etwas erfahren würde, führt der medizinische Dienst wohl in den Kiwu-Praxen stichprobenartige Kontrollen durch. Findet sich dann eine Akte aus der hervor geht, dass kassenfinanziert stimuliert, aber privat Inseminiert wurde -und damit meine ich nicht privat zu Hause mit dem gottgegebenen fleischfarbenen Inseminationsschlauch – dann gibt´s Kloppe…

 

 

 

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