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Archiv für die Kategorie “Gesellschaft”

TV-Tipp Kinderwunsch

Seit Samstag bin ich für ganze neun Tage allein mit dem Froillein hier am badischen Wurmfortsatz der Welt. Und da wir Meister im perfekten Timing sind, bekam ich prompt am Sonntag einen Magen-Darm-Infekt. Weniger Magen, dafür ganz viel Darm. Ich weiß nicht, ob es dem umwelt- und keimfreundlichen Wiederverwenden der Trinkhalme einer Lokalität geschuldet ist, dass ich von diesem abscheulichen Dämon heimgesucht wurde…Ein Tipp an besagte Gastwirte: Lieber einmal weniger das Auto benutzen, als Trinkröhrchen mehrmals. Danke.

Nun  lag ich also mit Kopf-und Gliederschmerzen in der Nähe einer Toilette rum und hab ein wenig fern geschaut, sofern es Madame zuließ. Dabei bin ich auf folgende Sendung gestoßen: Gewissensbisse auf dem MDR, mit dem Thema Todsünden, heute mit dabei: Neid. Mir war schnell klar, dass es sich zum Sonntag bei solch einer Sendung um Kirchenprogramm handeln muss. In der Hoffnung der liebe Gott möge Erbarmen mit mir und meinen Darmzotten haben, zappte ich trotz der pseudoreflektierten Moderatorin (Sabine Heinrich) nicht weg. Interessant wurde es, als eine Kinderwunsch-Frau vorgestellt wurde, die zugab schon einige Freundschaften auf Eis gelegt zu haben, weil sie deren Familienglück nicht ertragen konnte. Trotz der wirklich geschickten Argumentation der von Gott gesandten Moderationstante, a la: „Sei froh Mensch, du hast n Haus und n Mann.“ und „Genießt das Leben.“ Ließ sich die ungewollt Kinderlose irgendwie nicht so Recht vom linken Wege abbringen mit ihrem Neid und so. Einzig der Vorschlag Sabine Heinrichs, sich in Therapie zu begeben, stieß bei mir auf Zustimmung. Der Rest ließ mir einfach nur die Galle hochkommen. Selten so etwas Plattes und gezwungen Lockeres im Zusammenhang mit unerfüllten Kinderwunsch gesehen.

Obwohl wir das Glück hatten, bei der ersten IUI einen Volltreffer zu landen, den ich heute trotz aller Eskalationen liebe, kann ich solche Gefühle vollkommen nachvollziehen. Mich sticht es nach wie vor, wenn die Frauen um mich herum schwanger werden. Nichts kann ein (eigenes?) Kind ersetzen, wenn man sich dieses so innig wünscht. Kein Haus. Kein Job. Kein Mann. Und in meinem Fall muss ich sogar zugeben, dass mein kleenes Froillein die furchtbare Kinderwunschzeit nicht vergessen machen kann. Es ist halt einfach ein beschissenes Gefühl zu wissen, dass auf den eigene Körper kein Verlass ist. Auf „normalen“ Wege nicht schwanger werden zu können, stellt meine Weiblichkeit in Frage und lässt mich sogar an meinen mütterlichen Fähigkeiten zweifeln. So ist es immernoch.

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Ich hasse Hunde…besitzer

Inspiriert durch die Ausführungen des Herrn mit dem Bart, hier meine eigenen Erfahrungen zum Thema Hunde. Um eines Vorweg zu nehmen: Ich habe selbst einen Hund, was mich schon seit jeher auf den schmalen Grad zwischen Hundefanatikern und -hassern wandeln lässt. Denn am liebsten würde ich selbst gerne Giftköder im Park auslegen. Mit Schneckenkorn und Rasierklingen gespickte Hot Dogs und Hamburger, damit dieses lästige Plage der Hundebesitzer endlich ein Ende nimmt. Meine jahrelanges  Dasein als Frauchen hat mich eins gelehrt: Das Problem lauert immer am oberen Ende der Leine.

Als ich Zehn war suchte mich der innige Wunsch nach einem Vierbeinigen Begleiter heim. Katzen, Meerschweinchen, Enten und Hühner habe ich alles schon gehabt und ihnen mit mehr oder minderen Erfolg Kunststücke beigebracht. Ich wollte endlich jemanden, der niemals von meiner Seite weicht, kuschelig ist, mit dem man spielen kann und der sich meine präpubertären Probleme anhört ohne Widerworte zu geben. Nach etlichen Jahren des Flehens und tausendmaligen Aufsagens der Phrase: Krieg ich n Hund? Krieg ich n Hund? Krieg ich n Hund?, war es endlich soweit. Meine Eltern erbarmten sich meiner und wir bestellten bei einer Züchterin aus der Nähe einen Golden Retriever Welpen. Im heimischen Garten wurde zu diesem Zweck extra ein abgezäuntes kleines Grundstück mit Hundehütte errichtet, denn der Hund -so einigte ich mich mit meinen Eltern, sollte nur draußen sein. Nun ja, nach der ersten durchheulten Nacht, schlief der Hund drinnen, auf dem Sofa, um die Nerven unserer Nachbarn zu schonen. Nach dem ersten Silvesterfeuerwerk, schlief sie (es war eine Hündin) am liebsten im Bett, genauso bei Gewitter oder wenn im Nachbardorf Schützenfest war oder wenn ein Auto eine Fehlzündung hatte…also fast den ganzen Sommer über. Anfangs war ich noch hoch ambitioniert meiner Hündin gutes Benehmen bei zu bringen. Leider waren es meine Eltern weniger und so gewöhnte sich das Tier immer mehr lästige Verhaltensweisen an oder besser: es wurde gewöhnt. Da sie von meiner Mutter bei Tisch mit Leberwurst-Enden versorgt wurde, bettelte sie am Tisch. Im Garten brachte sie mir den Ball niemals wieder, sondern zerpflückte ihn genüsslich auf der Wiese vorm Haus. Stattdessen war es zu ihrem Lieblingsspiel avanciert, sich von drinnen oder draußen vor die Haustüre zu stellen und zu kläffen, bis ihr jemand die Tür öffnete. Dabei ging es ihr gar nicht darum, drinnen zu trinken oder draußen zu machen, sondern sie wollte ihre Menschen springen sehen. Später lernte sie, die Türklinken selbstständig zu betätigen und brauchte uns nur noch zum Schließen der Tür. Einmal bekam sie im Garten einen Anfall und vom Tierarzt eine Adrenalinspritze ins Herz. Seit dem war es auch nicht mehr möglich, den Hund zu einer Gassirunde zu zwingen. Viel zu anstrengend für das herzkranke Tier. Wenn überhaupt, konnte man nur noch in die Richtung laufen, in die sie wollte. Ansonsten legte sie sich hin und ließ sich wie ein störrischer Esel am Halsband ziehen. Der Tierarzt hatte außerdem festgestellt, dass der Hund zu wenig trinkt. Da ihr Napf jedoch stets randvoll mit Wasser gefüllt war, schlussfolgerte meine Mutter, das harte Wasser würde ihr einfach nicht schmecken. Von da an stand bei uns immer eine Kiste Vitell in der Speisekammer. Es war wirklich ein außergewöhnliches Tier…Eine zeit lang versuchte ich noch der Sozialkontakte wegen, mit ihr auf den örtlichen Hundeplatz zu gehen. Dort herrschte noch die alte Schule der Hundeerziehung. Damals gab es noch keine Homepage solcher Einrichtungen, trotzdem wusste jeder aus unserem Ort, wann Hundetraining ist. Denn das militante Geschrei der Besitzer hallte durch die ganze Stadt. Der Ablauf gestaltete sich so, dass die Hunde gleich nach Ankunft auf dem Platz in die „Box“ mussten. Ein Zementverschlag mit Eisengitter. Danach gab es erst mal Bier für die alten Herren. Nach einer Stunde wurden die Hunde rausgeholt und man lief im Kreis und stellte sich an einer Linie auf. Der Führrrrerrr gab Anweisungen, welchen Befehl die Hunde zu erfüllen hatten und dann musste man so laut man nur konnte diesen Befehl brüllen. Plaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaatz! Und wer nicht laut genug brüllte, wurde ermahnt und gefragt, ob man nicht noch ein Bitte Bitte hinten dran stellen möchte….Irgendwann ersparte ich mir die Militärakademie für Vierbeiner. Nicht etwa, weil ich zu leise brüllte, sondern weil mein Hund aufgrund seiner Leberwurströllchen ständig als zu dick bemängelt wurde. 2009 starb die Hündin mit 11 Jahren an einem Hirntumor.

Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos, dachte ich mir und schaffte mir wieder einen Hund an. Diesmal sollte alles anders werden, schwor ich mir. Und es war auch so. Mein Hund ist definitiv gesellschaftsfähig. Sie kann die wichtigsten Kommandos, ist sozialverträglich, bettelt nicht, öffnet keine Türen, liegt nicht im Bett oder auf dem Sofa und trinkt Leitungswasser. Sie hat eine super Figur und bringt mir den Ball, wenn ich ihn werfe. Das liegt natürlich zum  einen daran, dass ich mich für eine Rasse entschieden habe, die sehr gut zu meinem Leben und meinen Ansprüchen passt. Niemals würde ich es mir zutrauen, mir ein traumatisiertes Opfer aus dem Tierheim zuzulegen. Obwohl ich bereits seit 17 Jahren mit einem eigenen Hund zu tun habe, würde ich mich niemals als so Hundeerfahren einschätzen, mir so ein Problemfall ins Haus zu holen. Viele Leute schaffen sich Hunde an, die mit ihren Eigenschaften, Erlebnissen, Hintergründen und ihrer körperlichen Kraft nicht zu ihnen passen. Dann hängen sie schwitzend und schnaufend an einem Schäferhund, der leider als Wurfmaschine missbraucht wurde und nun alles kalt macht, was ihm unter die Schnauze kommt. Oder die Omi mit ihrem Terrier. Die es noch nicht mal geschafft hat, ihrem Mann beizubringen seine Socken in den Wäschekorb zu legen. Was soll sie nun bitteschön einem so charakterstarken Tier entgegen setzen? Oder der Jackrussel, der seinen unbändigen Bewegungsdrang an einer Flexileine ausleben darf, während Frauchen vor der Haustüre eine qualmt. Wenn mir jemand mit Flexi- oder Laufleine entgegen kommt, bin ich schon mal in Habacht-Stellung. Letztere sind eigentlich dazu gedacht, mit seinem Hund Kommandos, wie „komm“ und „hol“ zu trainieren oder eine Fährte zu legen. Die Leute die da im 45 ° Winkel hinten dran hängen, haben von so einem Sport wahrscheinlich noch nie was gehört. Bei solchen Leinen, weiß ich nie, was der Besitzer eigentlich will. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass ein Hund an der Leine nicht spielen darf. Kommt mir also ein angeleinter Hund entgegen, nehme ich meinen Hund zur Seite oder leine ihn ebenfalls an. Schließlich könnte der andere Hund krank, bissig oder läufig sein oder der Mensch hat es gerade eilig. Nicht so bei diesen elendigen langen Leinen. Die Besitzer lassen ihre Hunde obwohl angeleint zu meinem nun auch angeleinten Hund ran kommen und dann wollen die beiden natürlich spielen, die Leinen verfitzen sich und ich könnte ausrasten. So wird meine Erziehung wieder von anderen untergraben. Weist man die Personen dann freundlich auf sein Anliegen hin, habe ich es schon oft erlebt, patzige Kommentare zu ernten. Super auch, wenn die fast unsichtbaren Flexileinen über den gesamten Weg gespannt werden und so zur Falle für Radfahrer und Fußgänger werden. Trotz aller Fahrlässigkeit wähnen sich viele Hundebesitzer im Recht. Ich erlebe es hier sogar oft, dass die Hunde auf einem vielbefahrenen Radweg frei spielen gelassen werden. Vielen ist wohl nicht bewusst, dass keine Versicherung der Welt für Schäden haftet, die ein unangeleinter Hund verursacht.

Auch ein Unding, was mir vorallem in Hamburg und Leipzig auffiel: Hundekacke im Kotbeutel in die Landschaft schmeißen. Wie bekloppt ist das denn? Es ist ja wohl selbstverständlich die Ausscheidungen seines Hundes von Wegen, dessen Rändern und Rasenflächen zu entfernen. Und ihr habt verdammt noch mal kein Recht dazu, dass neben dem Kackplatz ein Mülleimer steht. Ich kann eigentlich nur noch den Kopf schütteln und spöttisch lachen, wenn ich hier am Flugplatz die Hundebesitzer beobachte, wie sie ihre tagtäglich genutzte Ausflauffläche von ihren Tieren zuscheißen lassen. Da kann man keinen Fuß mehr vor den anderen setzen, weil eine Tretmine der anderen folgt. Abgesehen davon verbreiten sich Krankheiten wie Giardien und Rota Viren wie ein Lauffeuer unter den armen Hunden. Wie würde es uns gefallen, durch Straßen zu laufen, die links und rechts von überlaufenden Plumpsklos gesäumt sind? Bei einer solchen Hundedichte, wie sie in Städten herrscht, gehört es einfach zur täglichen Hygiene, die Kacke wegzuräumen. Alles andere verursacht mittelalterliche Zustände.

Hundebesitzer scheinen es jedoch darauf anzulegen, gehasst zu werden. Es gibt nun mal auch Menschen, die mögen lieber Katzen oder Nacktmulle. Trotzdem verlangen viele Besitzer, dass ihre Hundeliebe von der ganzen Welt geteilt wird. Manche haben sogar krankhafte Ängste vor Hunden und ich frage mich ernsthaft, wie sie ihren Alltag in einer Großstadt voller Ignoranten meistern. Für mich ist es selbstverständlich meinen Hund bei Fuß gehen zu lassen, wenn mir jemand entgegen kommt. Ich möchte ja schließlich auch nicht von einer Vogelspinne inspiziert werden.

Für mich bleibt ein Hund ein Hund. Er ist kein Ehe-Partner und kein Kind. Trotzdem ist er Bestandteil unseres Rudels, aber mitnichten das Alpha-Tier 🙂

Das Geld zum Fenster

Bevor ich in meinem Vollzeitjob versumpfe, versuche ich zu Hause noch einmal klar Schiff zu machen. Da hab ich mir für die letzten zwei Wochen Hausfrauenzeit so einiges vorgenommen. Obwohl ich dieses Jahr bereits zwei (!!!) Mal Fenster geputzt habe, müsste ich es eigentlich schon wieder tun. Denn so wie es sich für Hausfrauenarbeiten gehört, wird auch diese von meinen beiden menschlichen Mitbewohnern korrumpiert. Statt über Streifenfreiheit und kristallklare Sicht zu staunen, hebt mein Mann das kleene Froillein ans frisch geputzte Fenster und lässt sie mit ihren speichelfeuchten Händen die Scheiben zu schmieren. An den Balkontüren braucht sie den Papalift nicht, da kann sie auch vom Boden aus Scheibenknutscher spielen. Sehen die Fenster dann aus, als hätten die Stubenfliegen eine wilde Orgie darauf gefeiert, interessiert dann plötzlich niemanden mehr die Fernsicht. Außer vielleicht das in die Jahre gekommene Nachbarsvolk, was ja eh nix anderes zu tun  hat, als den jungen Frauen Schlamperei vorzuwerfen. Also widme ich mich lieber dem Verstauen und Archivieren nicht mehr genutzter Sachen, allen voran Dinge, die sich während Froilleins Babyzeit angesammelt haben. Dabei fiel mir auf, wie hoch der Anteil an sinnlosen Investionen ist, die ich im vergangenen Jahr getätigt habe. Es ist also an der Zeit sich kurz zurück zu entsinnen, um andere werdende und frisch gebackene Mütter vor derlei Geldvernichtung zu warnen.

Auf Platz eins der verschwendeten Moneten und Hoffnung steht eindeutig die Babyhängematte. In der Hoffnung das Kind möge darin seinen Schlaf finden von einem anderen Elternpaar erstanden,  wurde sie von unserer Tochter alsbald mit vehementen Geschrei als mangelhaft befunden. Tatsächlich hätte man ein Kind wie unseres darin niemals unbeaufsichtigt lassen können. Bereits mit wenigen Wochen hätte sie sich damit überschlagen. Außerdem eignet sich solch eine Hängematte wirklich nur für sehr warme Gefilde. Gut, die letzten Wochen hätte man sie tatsächlich gut einsetzen können. In jedem anderen deutschen Sommer, würden die Kleinen in dem Ding jedoch zu schnell auskühlen.

Dann habe ich die Schnullersammlung weggepackt. Mindestens zehn Stück umfasste sie zuletzt. Kein einziger davon, ob mit oder Silikon, zahnfreundlich, öko oder nicht, konnte unserem Kind genügen. Nur Mamas Nippel gelang es, ihr den Mund zu stopfen. Die Schnullerfee konnten wir jedoch getrost vor der Türe stehen lassen. Wer nie abhängig war, braucht auch keine Entziehung.

Aus der Heilwolle wollte ich schon längst irgendwelche Filzmännchen gebastelt haben, bevor die Motten rein gehen. Die hat uns nämlich nie sonderlich viel genützt. Vielleicht hätte sie vorbeugend gute Dienste getan, wer weiß. War das Kind jedoch erst einmal in den Brunnen gefallen und der Po puderrot und pustelig, half nur noch föhnen, warten, Linola und Bebanthen. Ich mochte die Heilwolle nie besonders, weil sie überall in der Rosette wie bleiches A***haar hing und….ach lassen wir das…ich mag sie einfach nicht. Nur zum basteln.

Der Lauflernwagen kann eigentlich auch in die Garage. Damit laufen gelernt hat das Froillein jedenfalls nicht. Stattdessen ist sie damit mehrmals umgekippt und hat ihn als Toilette benutzt. Vielleicht kommt sie später noch auf den Geschmack eine Puppenmutti sein zu wollen und schiebt damit meine Platikenkel rum. Bisher geht sein Nutzen jedoch gen null.

Ein ebenso unbeliebtes Spielzeug ist die Schaukel-Biene. Sie war ein lieb gemeintes Geschenk unserer Nachbarn. Jetzt wo dieses platzraubende Monstrum auf dem Schrank steht, zweifle ich daran, ob es wirklich lieb gemeint war…Das Froillein hat sich gerne darauf gesetzt. Statt zu wippen, nahm sie jedoch die Fühler der Riesen-Maja in den Mund und ketschte den Speichel zahlloser Nachbarkind-Generationen aus den Knubbeln heraus.

Kinderstühle haben wir nun bereits vier gekauft. Noch in der Schwangerschaft, als wir ahnungslos kindlicher Bedürfnisse gegenüber waren, erstanden wir einen ranzigen Stokke-Verschnitt, der nun als der Weisheit letzter Stuhl dient. Wenn ein Baby jedoch noch nicht sitzen kann, Mama sich aber gerne wieder ein Brötchen zum Frühstück schmieren möchte, braucht man etwas mit verstellbarer Rückenlehne. Für diesen Zweck kauften wir erst eine Babywippe und später den Polly Magic. In der Babywippe liegt nun der Kater meiner Eltern. Der Polly Magic musste aus Platz- und Saubermachgründen einem IKEA-Stuhl weichen. Der hätte es eigentlich auch noch eine Weile getan, wenn sich das Froillein daran nicht wie verrückt geraupt hätte (Siehe Eintrag „Die Raupe“).

Aus meinem kranken Ehrgeiz heraus, das Kind mit 12 Monaten trocken zu legen, kaufte ich einst einen Plätscher-Topf zur Konditionierung. Nachdem das Froillein ihm jedoch durch Fußtritte in seine Hartplastikteile den Gar ausgemacht hat, war kein Geplätscher mehr zu hören und das Ding ging zurück ins Versandhaus. Nun macht sie ihr Geschäft am Morgen in einen weniger intelligenten Topf, dessen Erfinder jedoch schlau genug war, sich auch um die tropffreie Entleerung Gedanken zu machen.

to be continued…

 

Wenn Mutti früh zur Arbeit geht

Mein Bewerbungsmarathon ist vorerst beendet. Ich habe nun eine Jobzusage. Anfang August geht es los. Dann werde ich als Pharmareferentin tätig sein und euch hier im Blog von den Präparaten meiner Firma versuchen zu überzeugen. Dafür gibt es dann Extra-Prämien für mich. Nein Quatsch. Natürlich nicht. Wahrscheinlich werde ich überhaupt nicht mehr zum Schreiben kommen. Um meine Chancen auf eine Stelle zu erhöhen habe ich mich nämlich maximal verfügbar gegeben. Für mich als Super-Mami kommen geht unter 40-Stunden gar nichts. Kita-Schließzeiten gibt es nicht und das Kind wird natürlich nicht krank. Es hat ja schließlich meine Gene und ich werde ja auch nicht krank. Alles funktioniert und wenn das noch nicht genug ist, dann werden halt die Großeltern eingeflogen. Alles kein Problem.

Also nun mal im Ernst. Ich habe seit Abschluss meines Studiums 24 Bewerbungen geschrieben. Das ist wahrlich nicht viel, wenn man bedenkt, dass Freunde von mir mit ähnlicher Ausbildung um die 80 Bettelbriefe verfassen mussten, um eine Zusage zu erhaschen. Insgesamt hatte ich fünf Telefoninterviews, sieben persönliche Gespräche und am Schluss zwei Zusagen. Wobei es ich für meinen neuen Job allein drei Vorstellungsgespräche und zwei Telefoninterviews hatte. In der nun rückblickend kurzen Bewerbungsphase habe ich nicht wenig Kurioses erlebt. Kaum an Peinlichkeit zu übertreffen war mein Gespräch am ZBSA hier in Freiburg. Die Stellenausschreibung versprach eine umfangreiche Einarbeitung und nur wenig Vorerfahrung auf dem Gebiet. Nur deshalb hatte ich mich beworben und war zu meinem Erstaunen auch tatsächlich eingeladen worden. Obwohl ich meine Unterlagen sogar als Papier zum Anfassen eingereicht hatte, schien sich niemand die Mühe gemacht zu haben einen Blick auf meinen Lebenslauf zu werfen. Keiner hatte die Vorlage dabei und es wurde ins Blaue hinein gefragt. Als ich dann meinte, dass ich nur hier und da mal ein wenig Erfahrung in den gefragten Techniken gesammelt hätte, schien man sich zu wundern und das enttäuschte Gesicht der Arbeitsgruppenleiterin wurde immer länger. Den weiteren Verlauf möchte ich kurz als Dialog wiedergeben:

Mann aus der Verwaltung: „Sie wissen aber schon, dass es sich nur um eine 50 % Stelle handelt…?“

Ich: „Ja, (das habe ich gelesen). Ist doch super, dann fällt es mir leichter meinen Alltag mit Kind usw. zu organisieren und erst mal ins Arbeitsleben rein zu kommen.“

Mann aus der Verwaltung: „Und wer sagt uns, dass Sie sich nach vier Monaten nicht wieder weg bewerben?“

Ich: „(Es handelt sich doch eh um eine Elternzeitvertretung befristet auf 3 Monate mit Verlängerung bis zu einem Jahr?) Nun, ich kann mir kaum vorstellen, dass bis dahin die Einarbeitung schon abgeschlossen ist. Ich möchte die Zeit hier bei Ihnen intensiv nutzen, um zu lernen und weitere Erfahrungen auf dem Gebiet machen um meine Jobchancen zu verbessern.

AG-Leiterin: „Ach wissen Sie, nach zwei Wochen haben Sie die Techniken drauf. Sie werden eh immer nur das selbe machen.“ Dann endlich ein Einwurf von der Frauenbeauftragten, die mich danach fragt, wie ich von Hamburg nach Freiburg kam. Die Einzige an diesem Tag, die Interesse an meiner Person hat.

AG-Leiterin: „Haben Sie nun noch irgendwelche Fragen?“

Ich: „Ja, ich würde mir gerne die Räumlichkeiten mal ansehen. Sie arbeiten im Labor ja mit verschiedenen Techniken. Das möchte ich mir gerne anschauen.

AG-Leiterin: „Ach ja, genau, das Labor…das wollten wir Ihnen noch zeigen…“ Auf dem Weg zum Labor:

AG-Leiterin: „Sie müssen wissen, es ist da unten sehr laut….wirklich sehr unangenehm….durch die vielen Geräte. Sie könne gerne Gehörschutz bekommen.“ Im Labor:

AG-Leiterin: „Das ist eine Clean-Bench…“ (Ah, ist nicht wahr?! Eine CLEAN-BENCH! Wat es nich allet jibt!) „Da kommt ein Luftstrom raus…das ist sehr unangenehm…wirklich sehr unangenehm…aber man gewöhnt sich dran.“

So langsam fällt mir nichts mehr ein. Mir wird noch der PC-Raum gezeigt. Dann verabschiedet sich die AG-Leiterin mit den Worten: „Wir melden uns diese Woche….vielleicht…“ Und ich bin beruhigt, dass ich dort zum Glück nicht arbeiten muss. Ärgere mich allerdings über die 2,50€ Parkgebühren und die Arbeit, die ich mir in Vorbereitung auf das Gespräch gemacht habe. Keiner wollte irgendwas von mir wissen. Am Schluss habe ich mich nur blamiert, als ich versucht habe auf Informationen einzugehen, die auf der Website der Einrichtung angepriesen werden, aber offenbar nicht stimmen. Tatsächlich kam erst sechs Wochen später eine Absage.

Zum Glück müssen nicht alle Vorstellungsgespräche so würdelos verlaufen. Wenn im Gespräch bereits Zweifel aufkommen und man das Gefühl hat, man würde den Tag lieber allein in einer Höhle verbringen als mit diesen Menschen in einem Raum, dann ist es für alle Beteiligten das Beste, die Zusage trifft einen anderen.

Wie ich bereits oben erwähnt habe, bekam ich ja urplötzlich zwei Zusagen, allerdings im Abstand von ca. anderthalb Wochen. Ende Juni bewarb ich mich bei einem Elektro-Versandhandel als technische Redakteurin. Schnell wurde ich zum Gespräch mit anschließenden Probearbeiten eingeladen. Im Gespräch wurde u.a. folgendes vom Personaler erzählt:

„Also Ihre Gehaltsvorstellungen von 32 000€….das können wir Ihnen nicht zahlen. Bei uns bekommen Sie für Vollzeit 26 000€…da haben Sie also je nach Steuerklasse so um die 2000€ raus im Monat. Dann gibt es bei uns noch Weihnachtsgeld. Der Vertrag ist außerdem für ein Jahr befristet. Die Stelle ist unbefristet, es handelt sich also nicht um eine Elternzeitvertretung, aber der Vertrag ist es. Wir nutzen da halt alle Möglichkeiten, die uns der Gesetzgeber da einräumt. Das heißt auch, dass Ihr Vertrag nach einem Jahr noch mal um ein weiteres Jahr befristet verlängert wird.“

Sehr schön. Ich liebe es ja, wenn Menschen ehrlich sind. Was er allerdings unterschlagen hat, war, was nach den zwei Jahren mit mir passieren würde. Denn da müssten Sie mich ja unbefristet einstellen. Aber ich ahne es….Trotz der grottigen Konditionen absolvierte ich die drei Stunden Probearbeiten. Das Team war zum Glück sehr nett und ich fühlte mich wohl, weshalb ich es mir notfalls hätte vorstellen können, dort anzufangen. Es war Freitag und ich wurde mit den Worten nach Hause entlassen, dass man sich zu Beginn der kommenden Woche mit einer Entscheidung melden würde. Die Woche verging ohne eine Nachricht. Ich war verärgert, weil ich das Gefühl hatte, die Firma liese den Job durch kostenlose Probearbeiter erledigen. Am Dienstag Abend fischte ich dann einen Umschlag aus meinen Briefkasten. Er enthielt einen Arbeitsvertrag, geschrieben am 3.7., mit Poststempel vom 6.7., postalisch und unterschrieben abzugeben am 8.7. Anfangen sollte ich am 13.7. Kaum hatte ich die ersten Vertragsklauseln gelesen, war mir klar, weshalb hier von Seiten der Firma so ein Druck gemacht wurde. Das Gehalt lag deutlich unter dem mir genannten. Nämlich bei 2100€ Brutto. Von Weihnachtsgeld war nicht die Rede, stattdessen fiel häufiger das Wort Vertragsstrafen und Schadensersatz. Am meisten musste ich über die Passage lachen, dass man Fortbildungsmaßnahmen im Falle einer Kündigung durch den ArbeitGEBER zurückzahlen muss. Ach ja, und über das Gehalt sprechen darf man auch nicht. Das finde ich besonders paradox, da ja der Bewerber in beinahe jeder Stellenausschreibung seine Gehaltsvorstellungen formulieren soll. Spricht jedoch keiner über sein Gehalt, kann der Bewerber nur seine realitätsfernen Wünsche äußern. Ich hätte gerne eine Million Dollar!

Ich habe den Vertrag also nicht unterschrieben. Durch die Vertragsstrafe, die ich bei Nichtantritt der Arbeit oder nicht Einhalten der Kündigungsfrist hätte zahlen müssen, wäre ich einfach nicht dazu gekommen, mich für andere Jobs zu bewerben. Nach ein paar Tagen meldete ich mich bei der Firma und teilte denen meine Entscheidung mit. Beim abgesprochenen Gehalt muss ich den Personaler missverstanden haben und alle weiteren Klauseln sind vollkommen üblich. Abschließend meinte er noch, es sei also das Gehalt, was mich abschreckt. Ja, so ist es. Ich bin ein geldgieriges Arschloch und möchte gerne, dass sich meine fünf Jahre Studium, die Investitionen meiner Eltern, die Jahre, die ich nicht in die Altersvorsorge gesteckt habe, rentieren. Gut, mein Mann und ich werden uns trotz akademischen Werdegangs nie ein Eigenheim leisten können, die Pflege unserer Eltern wird uns finanziell ruinieren und im Gegensatz zu ihnen werden wir unserem Kind wohl niemals mit ein paar Scheinen unter die Armen greifen können. Aber deshalb muss man sich nicht in einer der teuersten Gegenden Deutschlands mit ein paar Kröten abspeisen lassen, die dann gerade einmal die Mehrausgaben für Kita und PKW decken. Respekt gegenüber Mitarbeitern fängt beim Gehalt an.

Die Raupe

Ein „Souvenir“ der besonderen Art hat sich das kleene Froillein aus Sardinien mitgebracht: Wir nennen es die Raupe. Eigentlich habe ich diese originelle Form der Selbstregulation bereits vor vielen Monaten beobachtet. Damals hatte ich das kleene Froillein gerade zu Bett gebracht. Allen guten Ratschlägen von Kinderärzten und Erziehern zum Trotz, drehte sie sich prompt auf den Bauch und fing sogleich an raupenartige Bewegungen durchzuführen. Kurz leugnete ich noch meinen Verdacht. Die eigenen Eltern und Kinder haben schließlich kein Sexualleben. Nein, nein, nein! Doch als sie dann so verdächtig begann zu atmen, war mir klar, das Baby hat gerade eine nette Methode zum Einschlafen gefunden. Na, wenns hilft. Und so verließ ich das Zimmer in der Hoffnung, dass mein Kind von nun an immer sofort ein- und die Nacht durchschläft. In Wirklichkeit hatte sie ein paar Tage später wohl schon wieder vergessen, wie sie sich selbst in den Schlaf raupen kann. Erst auf Sardinien hat sie ihre Raupe wiedergefunden. Dort wurde uns vom Vermieter unserer Ferienwohnung ein Hochstuhl zur Verfügung gestellt, der am Tisch festgeschraubt wird. In diesem Hochstuhl rutschte das Froillein jedoch recht weit nach vorn….und seit dem wird jede Mahlzeit von einer kleinen Raupe Nimmersatt begleitet. Als wohl informierte, aufgeklärte Mutter weiß ich, dass das ja vööööööööööllig normal ist und wir keinesfalls darauf eingehen sollen. Einfach machen lassen. Aber es ist echt total nervig! Eine Zeit lang hat sie sogar das Essen verschmäht, weil sie besseres zu tun hatte. Bei der letzten Impfung habe ich die Kinderärztin darauf angesprochen. Die fand das wahnsinnig komisch, wie wir so am Frühstückstisch sitzen…Ja, ist es ja auch…irgendwie. Nur mit dem Unterschied, dass wir als Eltern nicht darüber lachen dürfen. Das könnte ja tiefgreifende Schäden verursachen. Wahrscheinlich wird es so enden, dass ich den vierten Hochstuhl kaufe. Diesmal einen ohne Halterung zwischen den Beinen.

Im Internet gibt es etliche Foren-Einträge, in denen besorgte Mütter von den Selbstbefri***ungsaktionen ihrer Kinder berichten. Dabei fällt auf, dass es bei Mädchen wohl als besonders „schlimm“ empfunden wird, wenn sie es tun und das nicht am Esstisch. Manche Mütter haben Angst, ihre Töchter könnten süchtig danach sein und nicht genug Schlaf bekommen. Woran liegt es, dass Masturbation bei Jungs und Männern scheinbar mehr akzeptiert wird? Obwohl sich unsere Generation für unglaublich aufgeklärt und lässig hält, habe ich doch sehr viele weibliche Bekannte, die zwar allesamt einen Dildo in der Nachttischschublade liegen haben, mit dem Thema aber letztlich nichts anfangen können. Ohne Partner geht bei denen nix. Ich war immer dankbar, dass ich sehr gut mit mir selbst auskommen kann. Das hat mich über die vielen einsamen Jahre meiner Pubertät hinweg getröstet, als ich gerne einen Freund mit allem drum und dran gehabt hätte, die Typen aber nur am dran interessiert waren und nicht am drumherum.

Tatsächlich hat sich die Wissenschaft auch diesem Thema gewidmet. In einer Studie aus dem Jahr 1991 wurden zwei verschiedene Gruppen Frauen untersucht. In der einen befanden sich Frauen, die masturbieren und dadurch auch einen Orgasmus erlangen. Die andere Gruppe bestand aus Frauen, die noch nie einen Orgasmus durch Masturbation erreicht hatten. Die Masturbations-Frauen hatten mehr Orgasmen, ein größeres sexuellen Verlangens, mehr Selbstvertrauens, brauchten weniger Zeit bis zur Erregung und waren sexuell Befriedigt.

Das sind ja mal schöne Nachrichten, auch wenn es aus dem Jahr 1991 nicht die neuesten sind. Merkwürdig hingegen ist, was ich zur infantilen Masturbation gefunden habe: Da widmen sich viele wissenschaftliche Studien auch aus neuerer Zeit der Differenzialdiagnostik zwischen epileptischen Anfällen und Masturbation bei Kindern. „Masturbationsanfälle“ oder auch „Grafication disorder“ haben vielen Eltern und Kinderärzten schlaflose Nächte bereitet. Dabei kommt es beim Kind zu folgenden „Symptomen“: Zusammenpressen von Beinen, Gesichtsröte, vor sich hinstarren, Stöhnen, Nichtansprechbarkeit. Häufig wird dieses „Krankheitsbild“ bei Mädchen im Säuglingsalter beobachtet. Dass ein völlig normaler Zustand pathologisiert wird und sogar seinen eigenen Gruselnamen bekommen hat, ist beispielhaft für die Verleugnung der Sexualität unserer Kinder. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass eines Tages wohl ein pickeliger Teenager in Boxershorts aus dem Zimmer unserer Tochter kommen wird und fragt, ob noch was zu essen da ist.

Mein Kind, dein Kind, unser aller Kind

Der perfekte Zeitpunkt mit einer Erkältung flach zu liegen. Am Freitag wollen wir in unseren aller ersten gemeinsamen Urlaub aufbrechen. Nicht nur der erste als Familie. Auch als Paar waren mein Mann und ich noch nie im Urlaub. Zwischen Uni-Abschlüssen, Hochzeit und befristeten Arbeitsverträgen hat sich in der Tat bisher nie die Möglichkeit geboten, weg zu fahren. Vorher steht noch ein Job-Interview an. Tatsächlich scheint eines meiner blumigen Anschreiben auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Mal sehen, wie sich das Gespräch so gestalten wird. Zu allem Überfluss hat das kleine Froillein sich genau jetzt dazu entschlossen in die Zeitmaschine zu steigen und fünf Monate in die Vergangenheit zu reisen, als „Schlafen“ nur mit stündlicher Unterbrechung möglich war. Die letzten Nächte waren wieder der Horror. Kein Wunder, dass so die Rotznasen-Bazillen aus der Kita auch bei mir leichtes Spiel haben.

Also lasse ich meinen Reinigungsmontag heute einen Faulenzmontag sein und gebe mir die volle Ladung Hausfrauen-Bespaßung: „Mein Kind, dein Kind“ – das neue Reality-Format auf Vox. Dass sich selbsternannte Übermuttis aneinander messen und sich ihre Sicht der Dinge unter die Nase reiben, ist nicht unbedingt neu. Hat es ja schon alles gegeben. In dieser Sendung können wir nun jedoch einen von Vox auserwählten „Querschnitt“ der deutschen Bevölkerung dabei beobachten, wie sie von der heimischen Couch aus ihren Senf zu den gezeigten Filmausschnitten abgeben. Das ist dann schon mega meta. Noch mehr meta geht fast nicht. Damit befriedigt Vox das Bedürfnis eines Großteils unserer Gesellschaft, indem die Sendung eine Plattform schafft für all die nett gemeinten Ratschläge die man diesen ganzen unfähigen Müttern gerne um die Ohren hauen möchte. Und die Sendung beweist, sie sind wirklich durch die Bank weg unfähig. Vornehmlich natürlich in den Augen des gegenübergestellten Eltern, aber auch beim „Querschnitt“ der Bevölkerung kommt kaum ein Erziehungsstil kritiklos davon. Das bestätigt mich in meiner Annahme, dass es DEN perfekten Erziehungsstil wohl nicht gibt. Ich habe ehrlich gesagt, nicht die leiseste Ahnung von Kinder-Erziehung, kann mich des Verdachts jedoch nicht erwehren, dass es am Schluss zum Kind passen muss. Außerdem sollte man wohl jederzeit dazu bereit sein, seine heiligen Vorstellungen, Privilegien und Ideale über Bord zu werfen.

Wenn ich mir überlege, was ich mir vor einem Jahr so alles vorgenommen habe…davon ist nun nicht mehr viel übrig geblieben. Die Stoffwindeln haben es geschafft. Die weiße Baumwollkleidung, der weitestgehende Verzicht auf Plastik und das Trinken aus dem Becher-um nur einige gute Vorsätze zu nennen- mussten der Realität weichen. Direkt nach der Entbindung musste ich feststellen, dass kein einziges Kleidungsstück aus dem abgelegten Fundus meiner Neffen passte. Also habe ich meine Mutter losgeschickt, der Kronprinzessin neue Gewänder in klein zu kaufen. Sie kam vollgepackt mit H&M-Tüten deren Inhalt alles andere als hautsympatisch, fair oder ökologisch einwandfrei erschien. Aber das kleene Froillein sah grandios in den Leoparden-Leggins aus. Später musste ich außerdem feststellen, dass (intensiv) gebrauchte Babykleidung auch keine Lösung ist. Diese entwickelt unter Umständen nämlich spermatöse Gerüche, sobald sie im Sabberbereich feucht wird. Und da verstand ich auch, weshalb meine Freundinnen mit noch nicht abgeschlossenen Kinderwunsch davon Abstand nahmen, mir die abgelegten Kleider ihrer Kinder zu leihen.

Ein Thema, das auch immer wieder bei den Vox-Müttern auftaucht, ist der Umgang mit Medien. Das ist natürlich eine Herausforderung, die keine Eltern-Generation zuvor in dieser Art und Weise meistern muss. Gerade wir in den Achtzigern Geborenen haben einen Teil unserer Kindheit ohne PC und Internet verbracht. Den ersten Computer haben sich meine Eltern Mitte der 90er zugelegt, Anfang der Nuller Jahre wurde bei uns ein Internetanschluss installiert, mein ersten Handy bekam ich mit 16 -zugegeben, als letzte in der Klasse- und ein Smartphone besitze ich seit 2011. Meine Eltern hatten bis 1998 keinen Fernseher. In den Genuss des öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramms kamen wir nur, wenn wir zur Oma rüber gingen. Mein Bruder und ich wurden während unserer Kindheit also weitestgehend vom Medienkonsum ferngehalten. Wenn wir dann jedoch bei meinen Großeltern im fernen Thüringen zu Besuch waren, haben wir unsere Defizite aufgefüllt. Von früh bis spät haben wir uns das volle Programm der Privaten gegeben. Somit war der gute Gedanke meiner Eltern binnen weniger Ferientage zunichte gemacht. Auf die Gefahren des Internet waren meine Eltern hingegen nicht im geringsten vorbereitet. Mit 14 begann ich auf verschiedenen Plattformen zu chatten. Da kein Junge im realen Leben was von mir wissen wollte, suchte ich mein Glück im virtuellen Raum. Das hätte mich beinahe in große Gefahr gebracht, als ich mich auf ein BlindDate mit einem vermeintlich 23 Jährigen verabredete. Wenn meine Freundin D. damals nicht darauf bestanden hätte, mich zu begleiten, läge ich wahrscheinlich irgendwo verscharrt im Wald.

Dagegen mag eine Überdosis Fernsehen geradezu harmlos sein. Jedenfalls bei Jugendlichen. Bei Kleinkindern und Babys scheint Fernsehen jedoch der absolute Super-Gau für die frischen Synapsen zu sein. Abgesehen davon, dass der Fernseher bei unserer Tochter -und so wird es bei allen Kindern sein- die Aufmerksamkeit bündelt und dann keine Ansprache mehr möglich ist, führt die Flimmerkiste in 100% der Fälle bei ihr zu gestörten Schlafverhalten. Natürlich ist das Problem der durchwachten Nächte nicht allein auf das Fernsehen zurück zu führen. Wenn ich aber Lust habe, die Nacht mit einem schreienden Kind zu verbringen, dann brauch ich nur den Fernseher in ihrem Beisein anzumachen. Der „Erfolg“ ist garantiert…

Kita-Eingewöhnung Woche vier: 72 Stunden Fieber

Ich habe mich schon gewundert, als ich vergangenen Montag meine Tochter aus der Kita abgeholt habe und mir gesagt wurde, sie hätte anderthalb Stunden geschlafen. Haben die Erzieher etwa aufgehört Madame im Schlaf auf den Rücken zu drehen? Am Nachmittag wird mir dann klar, was los ist. C. stellt ihren persönlichen Fieberrekord mit 39,6 °C auf. Super, also fällt die Kita am Dienstag auf jeden Fall aus. Anders, als bei der Hand-Mund-Fuß-Seuche ist sie allerdings recht gut drauf. Sie isst, trinkt und meckert wenig. Also abwarten und zur Nacht Zäpfchen geben. Dienstag und Mittwoch das selbe Programm. Das Fieber schwankt zwischen 38 und 39,6°C. Am Mittwoch gehen wir dann doch zur Notaufnahme ins St. Joseph Spital, weil sie erst beim Füttern würgt und schließlich ihr Abendbrot wieder ausspuckt. Obwohl ich bisher auf das Drei-Tage-Fieber getippt habe, bin ich mir nun nicht mehr sicher. Könnte ja auch ne Angina sein….oder…oh Gott…Masern???? Bei der zur Zeit in Berlin grassierenden Epidemie kann man schon mal Paranoia schieben. Es ist ja auch nur noch eine Frage der Zeit bis es hier in Anthroposovistan ankommt. Tatsächlich hat Freiburg die schlechteste Impfquote in ganz Baden-Württemberg und ist sogar deutschlandweites Schlusslicht der Masernimmunisierung. Beim letzten Ausbruch an einer hiesigen Waldorfschule -wo sonst, wurden Impfpasskontrollen am Eingang der Schulen durchgeführt.

Die Kinderärztin in der Notfallsprechstunde meinte jedoch, die Kleine hätte einen fiebrigen Infekt, wie er nun mal bei Babys in dem Alter vorkommt. Ich soll das Fieber weiter senken, Nasentropfen geben und in zwei Tagen zum Kinderarzt gehen, wenn es nicht besser wird.

Am Donnerstag, fast auf die Stunde genau 72 Stunden nachdem das Fieber aufgetaucht war, ist die Temperatur gefallen und es zeigte sich der wohl typische Ausschlag. Also wohl doch das Drei-Tage -Fieber.

Eine Rest Verunsicherung blieb jedoch noch. Auf Kinderärzte im Netz kann habe ich mich über die Masern informiert und dabei festgestellt, wie ahnungslos ich doch tatsächlich bin. Was ich gar nicht wusste ist, dass Masern in zwei „Schüben“ verlaufen. Während des Vorläuferstadiums bekommen die Kinder mäßig hohes Fieber, haben Husten, Schnupfen, eventuell Halsschmerzen und einige bekommen weiße Punkte auf der Wangenschleimhaut. Bis auf die weißen Punkte hat Madame alle Symptome gezeigt. Nach einigen Tagen sinkt das Fieber wieder, um nach kurzer Zeit auf über 40°C anzusteigen und erst dann tritt der typische Masernausschlag auf. Das ist in der Tat problematisch, zum einen, weil viele Eltern glauben, ihr Kind wäre wieder gesund und es hochansteckend auf die Allgemeinheit loslassen und zum anderen sehen sich die Hautausschläge der Masern und des Drei-Tage-Fiebers sehr ähnlich.

Mein Kind ist jedoch bis heute fieberfrei geblieben. Hoffen wir, dass es hier masernfrei bleibt, bis sie endlich geimpft werden kann.

Woche vier in der Kita ist also praktisch ausgefallen. Ich bin gespannt, wie unsere Bilanz am Ende des Jahres aussehen wird. Mehr Zeit krank zu Hause oder in der Kita?

Kita Eingewöhnung Woche Drei: Das Kind, das niemals schlief

Ab dieser Woche wird es spannend. Das kleine Froillein soll nun über Mittag in der Einrichtung bleiben. Normalerweise würde man nun erst mit der Teilnahme am Mittagessen beginnen und erst ein paar Tage später das Kind dort auch schlafen legen. Ich konnte die Erzieherin allerdings überreden, gleich mit beiden „großen Schritten“ auf einmal in die neue Woche zu starten. Meine Güte, als ich die Krippe kam, wurde ich morgens um halb sieben einer Fremden an der Tür in die Hand gedrückt und 17 Uhr von meiner voll berufstätigen Mutter wieder abgeholt. Ob ich das nun gut fand oder nicht, hat keinen interessiert. Natürlich steht es außer Frage, dass eine sanfte Eingewöhnung langfristig gesehen auf jeden Fall besser ist. Ich habe, bis ich fünf war jeden morgen geflennt, wenn mich meine Mutter in den Kindergarten gebracht hat, was sicher der Nicht-Eingewöhnung geschuldet war. So darf es freilich nicht ablaufen. Ein wenig Flexibilität im Eingewöhnungprogramm sollte jedoch immer drin sein. Meine Tochter hat sich bisher wirklich gut gemacht und meiner Meinung nach, hätte sie schon zum Ende der ersten Woche mit essen und schlafen können. Das wäre mir -nein, eigentlich uns beiden- stark entgegengekommen. Denn ich habe sie dann gegen halb zwölf, wenn sie normalerweise zu Hause Mittag bekommt, mit dem Fahrrad nach Hause gefahren, woraufhin sie in der Karre eingepennt ist. Zu Hause angekommen habe ich sie dann versucht schlafend ins Babybett zu überführen. Manchmal hat das sogar für eine Stunde funktioniert, allerdings hatte ich kein gutes Gefühl dabei, das Kind mit Winteroverall schlafen zu legen, denn Ausziehen hätte ja zwangsläufig zum Aufwachen geführt. Jedenfalls ist unser hart antrainierter, optimal strukturierter Tagesablauf völlig durcheinander geraten. Das kleene Froillein war gegen Abend übermüdet und quenglig und ich hätte mich in Ermangelung meiner Mittagspause am liebsten auch heulend auf den Fußboden geschmissen.

Ab Woche drei verbringen meine Tochter also die Mittagszeit in der Einrichtung. Ich darf mich jetzt immerhin schon den Vormittag über auf eine Entfernung von 15 Minuten davon machen. Das nutze ich sofort und geh erst mal ausgiebig shoppen. Viel für das Kind, immerhin ein wenig für Mama. Ein Anruf zur kritischen Mittagszeit bleibt aus. Erst gegen halb zwei klingelte das Handy. Als ich Madame dann abhole, wird mir mitgeteilt, sie hätte eine halbe Stunde geschlafen und ist jetzt schon wieder eine Stunde wach. Und ich freue mich wie bolle auf den Nachmittag. Tatsächlich sind die Augen meiner Tochter blau umrandet und als ich sie auf den Arm nehme sinkt ihr Köpfchen gegen meine Brust. Im Fahrradanhänger schläft sie sofort ein. Die nächsten Tage läuft es ähnlich ab, bis auf den Unterschied, dass ich nun zu Hause bleiben darf und mein Mann sie morgens in der Krippe abliefert.

Die Vormittage sind wunderbar. Ich kann Duschen ohne, dass mir ein kleiner Gnom den Duschvorhang wegreißt, ins Wanken gerät und gegen die Badkommode knallt. Ich kann auf dem Klo in Ruhe Zeitung lesen, wie es seit neun Monaten nur noch meinem Mann vergönnt ist. Ich kann den Geschirrspüler ohne Eile, Fingerklemm- und Messerschneidgefahr einräumen. Ich kann Aufräumen und Saubermachen ohne ein Neunkilogewicht auf dem Rücken zu transportieren. Ich kann. Muss ich aber nicht. Bis auf Erstgenanntes widme ich mich erst mal meinen Hobbys. Und die To-do-without-Baby-Liste ist so lang, dass Madame mindestens zehn  Jahre in die Kita gehen muss, damit ich das alles abarbeiten kann.

Die Nachmittage sind dann eher ätzend. Das kleene Froillein schläft maximal 40 Minuten in der Kita. Zu Hause findet sie ebenfalls kaum zur Ruhe. Insgesamt häuft sie sich über den Tag ein Schlafdefizit von 2 Stunden an. Statt 13 Stunden, die sie dringend braucht, um ein nettes Kind zu sein, kommt sie meist nur noch auf 11 Stunden Schlaf pro Tag.

Am Freitag erzählt mir eine der Erzieherinnen dann, dass sich mein Kind ja ständig auf den Bauch rollt im Schlaf. „Wir drehen sie dann aber immer zurück. Bei uns sollen die Kleinen auf den Rücken schlafen.“ Hand gegen die Stirn klatsch! Ich sage nur hm hm….und wundere mich nicht mehr, weshalb Madame hier so schlecht schläft. Seit einiger Zeit rollt sie sich nämlich zum Schlafen immer auf die Seite oder den Bauch. Als ich am Montag darauf das „Problem“ anspreche, wird mir empfohlen, etwas zu unterschreiben, dass mein Kind auf dem Bauch schlafen darf. Verrückte Welt.

Kita Eingewöhnung Woche Zwei: Maßstäbe setzen

Ab dieser Woche darf ich mich endlich zurückziehen. Ich verabschiede mich von Madame, als würde ich zur Arbeit gehen. In Wirklichkeit ist mein Aufenthaltsort für die nächsten zwei Stunden das Personalzimmer der Kita, sodass ich im Zweifeslfall sofort zur Stelle sein kann, wenn mein Kind Mamiweh verspürt. Dort darf ich an einer Wandzeitung über das Leben meines Kindes arbeiten. Eine Woche lang habe ich ja kaum was anderes getan als die fertigen Plakate über die anderen Kinder anzustarren, die da in abreißfreundlicher Höhe für kleine Kinderhände im Gruppenraum hängen. Das kleine Froillein hat sich auch gleich daran gemacht, die Kunstwerke der anderen Bastelmamis zu zerstören.

Nun sitze ich vor einem Din A2 Bogen bunten Bastelkartons und überlege, was ich draus mache. Zuerst einmal klebe ich das mitgebrachte Foto unseres Familienhundes auf. Da ich die Unordentlichkeit unserer Wohnung ringsrum abgeschnitten habe, sieht der Ausschnitt nun aus, wie ein Hügel…Also male ich einen Maulwurfshaufen drum herum aus dem ein blinder Maulwurf rausguckt. Mein Plan ist nun einen kleinen Garten zu gestalten, in dem alle Lieblingsmenschen meiner Tochter Platz finden sollen. Omas und Opas schweben in kleinen Schäfchenwolken durch den Himmel, Papa wird von einer Biene von Blüte zu Blüte getragen. In mitten des emsigen Insektentreibens Königin C., von der es ein Bild gibt, auf dem sie in ihrem quietschpinken Hochstuhl thront, als würde sie dem gemeinen Pöbel eine Audienz gestatten. Wunderbar! Die kommenden Tage soll ich merken, was ich mir da vorgenommen habe. Meine Freundin H. würde wohl mit dem Kopf schütteln und mich schelten, dass ich nicht immer Dinge tun soll, die ich eigentlich nicht kann. In diesem Fall Zeichnen. Am Schluss wird es trotzdem ein ganz lustiges Plakat. Nur bei den Wolken-Großeltern bin ich etwas verunsichert, ob dieses Symbol nicht impliziert, sie wären alle tot. Nun, ich wäre nicht die erste Künstlerin, die missverstanden wird. Ich muss zugeben, dieses Meisterwerk wird die anderen Eingewöhnungs-Mütter ganz schön unter Druck setzen. Aber ich sage immer, man muss Maßstäbe setzen. Erst Recht, wenn man wie ich keinen Job hat.

Kita-Eingewöhnung Woche Eins: Watch and wait

Da ich in letzter Zeit nicht zum Schreiben gekommen bin, hier ein paar kurze Berichte über unsere erste Zeit in der Krippe. Selbstverständlich sind alle Namen der Kinder durch die Redaktion geändert.

Das Eingewöhnungsprogramm unserer Kita sieht es vor, dass Mami in der ersten Woche mit im Gruppenraum rum sitzt und ihrem Kind beim Spielen, Machen, Tun zu sieht, sich dabei absolut zurück nimmt, im Zweifelsfalle jedoch ihre Starke Schulter zum Anlehnen reicht. In unserem Fall wurde diese Option allerdings weniger durch mein eigenes Kind genutzt. Das kleene Froillein krabbelte vom ersten Tag an munter drauf los und konnte es kaum erwarten, bis die anderen Kinder vom Frühstück in den großen Spielraum geströmt kamen. Obwohl wir die erste Woche immer nur ein bis anderthalb Stunden in der Einrichtung verweilten, war ich heilfroh, wenn ich da wieder raus durfte. Noch mehr als das Geplärr der Kinder machte mich die Desorganisation der Erzieher fertig. Jeden Morgen die gleiche überflüssige Diskussion darüber, wer nun die Küche macht und wer das große Geschäft vom kleinen Elias weg macht, während die kleine Emma der kleinen Sophie beherzt in den Arm beißt. Zwischendrin beobachte ich, wie die kleine, aber immerhin schon zweieinhalb Jährige Mia errötend und mit hervorquellenden Augen das Gesicht zum Kacken ballt und ich weiß jetzt schon, dass mein Kind in dieser Einrichtung wohl nie Trocken werden wird. Dann kommt die kleine Chloe zu mir und erzählt mir, dass ihr Pferd Pipi heißt und schaukelt der Luise mit Pipi über die Finger. Vier Erzieher auf zehn Kinder sind nun gänzlich am Rande ihrer Kapazitäten angelangt. Das kleene Froillein interessiert das alles nicht und übt mit dem Plastikherd als Gehhilfe das Laufen bis dieser ihrer Power nicht mehr standhalten kann und einfach umfällt.

So vergeht die erste Kita Woche mit immer ähnlichen Abläufen und ich hoffe, dass der übertriebene Sicherheitswahn mancher Erzieher hinsichtlich der oralen Phase meiner Tochter nur meinem Beisein geschuldet ist. Ständig nimmt man ihr das Spielzeug weg, weil sie daran lutscht…selbst die eigens dafür angeschafften Beißringe. Das verstehe ich nicht und bevor ich aggressiv werde, versuche ich lieber mit der schweigsamen kleinen Oxana aus Russland ein Gespräch zu beginnen. Es bleibt sehr einseitig.

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